
Das "LEGO"-Universum erstreckt sich bereits auf einige Filmreihen wie "Star Wars", "Indiana Jones", "Batman" und "Harry Potter". Doch die Jungs von "TT Games" haben anscheinend noch immer genügend frische Gameplay-Ideen für die "LEGO"-Reihe, sodass sie kurzerhand auch "Pirates of the Caribbean" versoften. Alle aktuellen Plattformen werden mit einer Umsetzung bedient, selbstverständlich darf da eine Wii-Fassung keinesfalls fehlen. Wie schlägt diese sich in unserem gnadenlosen Test?
Vier Filme, ein Spiel
Die Geschichte von "LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel" stellt nicht etwa den ersten Teil von "Fluch der Karibik" dar, sondern gleich alle vier, also inklusive dem neuen namens "Fremde Gezeiten". Das befinden wir für gut, denn das Entwickler-Studio hinter dem Titel hätte genauso gut das Franchise bis auf den letzten Tropfen melken können und gleich vier, sehr ähnliche Spiele daraus machen können. Die Story wird wie gewohnt durch qualitativ tolle Videosequenzen erzählt, die einmal mehr mit ihrem Humor punkten – obwohl mal ehrlich gesagt nicht viel von der Handlung und den Hintergründen erfährt. Stattdessen haben es sich die Entwickler viel mehr als Ziel gesetzt, die Filme zu parodieren. Kenner der Filme werden sicherlich genug zum schmunzeln haben, weshalb wir empfehlen, sich vorher die Filme anzugucken. Ansonsten entgeht euch der eine oder andere Lacher. Im Spiel komme
n je fünf wichtige Schauplätze pro Film vor und natürlich sämtliche Charaktere, sprich mehr als 60 Stück. Das Piraten-Flair der Filme wurde unglaublich gut eingefangen; an jeder Ecke erwartet euch Details, die davon zeugen, dass sich die Entwickler selbst sehr intensiv mit den Filmen beschäftigt haben.
Sammelwahn
"LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel" spielt sich genau so, wie man es von der Reihe gewohnt ist. Mit einem Rudel von Charakteren hüpft, kämpft und rätselt ihr euch durch 20 Kapitel. Die Kämpfe und Jump’n’Run-Passagen bieten zwar keinen Tiefgang, aber die stehen auch nicht im Mittelpunkt. Hauptsächlich geht es um das Erkunden der teils sehr großen Levels. Zahlreiche Geheimnisse warten darauf entdeckt zu werden. Belohnt werdet ihr nicht nur andauernd durch die sogenannten Studs, der Währung im Spiel, sondern auch mit den begehrten Minikits (jetzt in Form von Flaschen mit dem Inhalt eines Schiffes), von denen es je zehn Stück pro Level gibt. Im Gegensatz zu den Handheld-Fassungen werden diese nicht auf dem Silbertablett serviert, manche davon sind gar nicht so leicht zu ergattern. Außerdem gilt es in jedem Level acht Schätze aufzuspüren. Das kann nur Jack Sparrow selbst, indem er seinen Kompass verwendet. Für das reine Durchspielen werden eure grauen Zellen jedoch kaum beansprucht. Meistens muss ein Gegenstand gesucht werden und sobald ihr diesen besitzt, wird euch per Pfeil angezeigt, wo dieser Gegenstand Einsatz findet.