
Die niedliche, rosa Kugel namens Kirby hat dieses Jahr eigentlich schon ausreichend erlebt: Immerhin musste man noch im Februar in „Kirby und das magische Garn“ als wandelnder Wollfaden das Stoffland vor dem bösen Schurken Grimmgarn retten und seit etwas mehr als einem Monat wuselt man zehnmal so knuddelig wie sonst in „Kirby Mass Attack“ durch das bekannte Traumland. Untypisch für Kirby kann er in beiden Spielen keine Gegner einsaugen, doch mit „Kirby's Adventure Wii“ besinnt sich Nintendo erneut etwas mehr an die Wurzeln der Serie zurück und endlich kann der von uns allen geliebte rosafarbene Ball wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen: Alles futtern, was sich ihm in die Quere stellt. Die anderen beiden Kirby-Abenteuer waren schöne Spiele, nun lautet die wichtigste aller Fragen also: Kann hier „Kirby's Adventure Wii“ mithalten?
Gestrandet im Traumland
Das Abenteuer beginnt an einem schönen Tag auf dem Planeten Pop Star. Kirby flüchtet gerade mit einem leckeren Stück Torte in der Hand vor König Nickerchen und Waddle-Dee, als plötzlich ein außerirdisches Raumschiff (im wahrsten Sinne des Wortes, denn es hat sowohl Ruder, als auch Segel) im Traumland notlanden muss. Ohne zu zögern laufen unsere Helden los um den gestrandeten Neuankömmling mit dem Namen Magolor zu begrüßen und zu helfen. Nun habt ihr ein Ziel: Die zerstreuten Teile des Raumschiffes zu finden um dieses wieder im alten Glanz erstrahlen lassen zu können. Die zuckersüße Handlung selbst ist nicht sehr aufregend, doch durch kurze Zwischensequenzen nett gestaltet. Eure A
ufgabe müsst ihr nicht alleine bewerkstelligen: Drei eurer Freunde dürfen zu jederzeit ein- und aussteigen und euch unterstützen. Hierbei können sie ebenfalls als (andersfarbiger) Kirby spielen, oder je nach Lust und Laune in die Rollen von König Nickerchen, Meta Knight oder Waddle-Dee schlüpfen. Hier gilt, dass der erste Spieler jedoch die wichtigste Position inne hat: Stirbt ein anderer Mitspieler wird lediglich ein Leben abgezogen und dieser kann wieder zurückkommen, wenn er möchte. Stirbt jedoch Spieler 1, ist es vorbei und man muss die aktuelle Welt wiederholen
Die Wii-Fernbedienung wird zum Spielen quer gehalten, und viele Knöpfe braucht man auch nicht zu drücken um durch die Welten zu hüpfen: Somit gestaltet sich die Steuerung äußerst angenehm und auf die Bewegungssteuerung wird weitgehend verzichtet. Wie schon zu anfangs erwähnt, kann man als Kirby nun wieder per Knopfdruck klassisch Gegner verschlingen und deren Fähigkeiten übernehmen. So verwandelt sich unsere geliebte Kugel unter anderem in eine Art Link mit grüner Zipfelmütze und Schwert, in einen Harlekin mit Zauberstab, kämpft mit unterschiedlichen Elementen wie Feuer, Wasser, Eis und Elektro und bekommt noch einige Verwandlungen mehr spendiert. Zusätzlich gibt es noch einige Super-Fähigkeiten: Hier schwingt Kirby schon mal ein riesiges Schwert, das fast den ganzen Bildschirm einnimmt, verwandelt sich in einen mächtigen Magier, versengt den ganzen Bildschirm mit der puren Gewalt aus Feuer oder rollt als gigantischer Schneeball durch einen Teil des Levels. Manche der Fähigkeiten spielen sich relativ ähnlich, trotzdem ist Abwechslung garantiert.