
Das "LEGO"-Universum erstreckt sich bereits auf einige Filmreihen wie "Star Wars", "Indiana Jones", "Batman" und "Harry Potter". Doch die Jungs von "TT Games" haben anscheinend noch immer genügend frische Gameplay-Ideen für die "LEGO"-Reihe, sodass sie kurzerhand auch "Pirates of the Caribbean" versoften. Alle aktuellen Plattformen werden mit einer Umsetzung bedient, und damit der Nintendo 3DS ebenfalls. Haben die zuständigen Entwickler bei der mobilen Fassung geschlampt oder wird uns die gewohnt gute Action-Adventure-Kost geboten? Wir klären auf.
Vier Filme, ein Spiel
Die Geschichte von "LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel" stellt nicht etwa den ersten Teil von "Fluch der Karibik" dar, sondern gleich alle vier, also inklusive dem Neuen namens "Fremde Gezeiten". Das befinden wir für gut, denn das Entwickler-Studio hinter dem Titel hätte genauso gut das Franchise bis auf den letzten Tropfen melken können und gleich vier, sehr ähnliche Spiele daraus machen können. Die Story wird wie gewohnt durch qualitativ tolle Videosequenzen erzählt, die einmal mehr mit ihrem Humor punkten – obwohl mal ehrlich gesagt nicht viel von der Handlung und den Hintergründen erfährt. Im Spiel kommen je vier wichtige Schauplätze pro Film vor und natürlich sämtliche Charaktere, sprich mehr als 60 Stück.
Das LEGO-Gameplay
Spielen tut sich d
as Action-Adventure genau auf dieselbe Weise, wie man es von der "LEGO"-Reihe kennt. Tatsächlich ähnelt das Game "LEGO Star Wars III: The Clone Wars" auf dem Nintendo 3DS frappierend. Hüpfpassagen, Gestaltung der Oberwelt, Kämpfe und Rätsel könnten glatt aus demselben Spiel stammen. Die Oberwelt ist der Hafen, von dem man aus Minispiele spielen kann, in die Level-Auswahl gelangt, seine Charaktere bearbeitet und Extras kaufen kann. Für den Shop benötigt man sogenannte Studs, die in jedem Level und selbst in der Oberwelt zuhauf verteilt sind. Die Rätsel sind sehr belanglos, meistens geht es darum nur, den benötigten Charakter auszuwählen und seine Spezialfähigkeit zum Einsatz kommen zu lassen. Bestimmte Apparaturen können beispielsweise nur Navy-Mitglieder benutzen. Durch die simple Gestaltung ist es zudem einfacher als in den großen Fassungen, an die Minikits und roten Steine ranzukommen, die neue Extras freischalten. Die Kämpfe gegen andere Piraten beschränken sich auf simples Button-Mashing, das Zeitliche segnen wird also kaum jemand. Und selbst dann ist es nicht weiter schlimm, da ihr nur ein paar Studs verliert, die ihr nach dem Respawn sofort wieder einsammeln könnt! Der Anspruch ist also definitiv ein wenig zu gering für ältere Spieler. Jüngere Semester dagegen werden sich über diesen Fakt freuen. Ein neues, Handheld-exklusives Feature sind die Schwert-Duelle. Gegen starke Gegner reicht kein simples Y-Knopf-Drücken, nein, es müssen Quick-Time-Events absolviert werden. Diese sind aber genauso harmlos wie der Rest des Spieles.