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    Spiel

    Rayman Origins

    Review - Seite 1:

    Das Spiel „Rayman Origins“ besinnt sich auf die Wurzeln der Serie zurück: Schon wie im ersten Teil wird man sich mit unserem Helden ohne Gliedmaßen in einem klassischen Sidescroller von links nach rechts bewegen. So setzte sich der Schöpfer des französischen Ubisoft-Maskottchens Michel Ancel zunächst mit einem kleinen Team zusammen um die gleichen Freiheiten zu haben wie bei der damaligen Entstehung von „Rayman“. In „Rayman Origins“ könnt ihr nicht nur alleine antreten, sondern habt die Möglichkeit, mit drei weiteren eurer Freunde durch die verrückten Welten zu rennen. Ob das ganze noch immer soviel Spaß macht wie im ersten Teil, und warum Rayman noch an Coolness dazugewonnen hat, könnt ihr in diesem Review nachlesen.

    Gemeinsam den Tag genießen

    Es könnte kaum schöner sein: Rayman, sein bester Freund Globox, und zwei Kleinlinge chillen gemütlich im kühlen Schatten des Schnarchenden Baumes. Auch ihr Schöpfer und Lehrmeister, bekannt als Traumbläser, und mindestens genauso faul wie seine erschaffenen Wesen, hat es sich neben ihnen bequem gemacht. Letzterer haucht durch die Kraft seiner Träume der Welt und die Kreaturen, die sie bewohnen, Leben ein. Der Traumbläser genießt es Zeit unter seinen Geschöpfen zu verbringen, denn sie lieben den Spaß und ein genussvolles, gemütliches Leben genauso sehr wie er. Unter den schützenden Ästen des mächtigen Baumes schnarchen, pfeifen und mampfen so die fünf Lebewesen passend zum Namen vor sich hin. Dumm nur, dass sich genau unter dem schnarchenden Baum das Land der wandelnden Seelen befindet, und die Freunde somit die Darktoons, Lebewesen, die entstanden sind als der Traumbläser seinen ersten Alptraum hatte, in Aufruhr versetzen. Nun gilt es wieder einmal die idyllische Welt vor den bösen Kreaturen zu befreien.

    Eine außergewöhnliche Optik

    Genauso bunt und verrückt wie sich die Geschichte anhört, präsentiert sich auch das ganze Spiel: In „Rayman Origins“ habt ihr es mit einem richtigen 2D-Platformer zu tun: Auf dreidimensionale Grafiken wurde vollkommen verzichtet und die Elemente und Umgebungen im Spiel wurden mühevoll – mit viel Liebe bis ins kleinste Detail - per Hand gezeichnet und animiert. „Rayman Origins“ kann hier mit großer Abwechslung und Farbenpracht punkten: Ihr kämpft euch unter anderem durch das Dickicht eines düsteren, grünen Dschungels, springt in einer musikalischen Wüste, die von Instrumenten beherrscht wird, um die Wette oder erklimmt einen mit Schnee bedeckten Berg, indem noch immer Spuren einer alten Zivilisation vorhanden sind. Hier wird auf Details geachtet, so dienen zum Beispiel in der letzten erwähnten Welt die Bärte von schwebenden, meditierenden Mönchen als Seile, an denen ihr euch dranhängen könnt, um in der Welt weiterzukommen. Wie ein roter Faden ziehen sich viele solcher Ideen durch das gesamte Spiel. Eine der schönsten Welten ist das Leckermaulland, wo ihr auf Melonen und anderen Früchten umherspringt: Während hier die Oberwelt mit Eis bedeckt ist, sorgt eine mit heißem Lava durchtränkte Umgebung für Spannung und Nervenkitzel. Hier tragen sogar die Gegner eine Kochmütze und greifen euch mit Gabeln an, oder – wenn ihr nicht aufpasst – werdet von einer feuerspuckenden Chilischote angekokelt. Man hat hier während des Spielens oft mehr das Gefühl sich in einem etwas verrückten Comic zu befinden, als in einem tatsächlichen Jump'n' Run. Die durchgängig schön präsentierte Atmosphäre von „Rayman Origins“ ist das Highlight des Spiels: Ein wahrer Grafik-Orgasmus.

    Die Musik braucht sich Traumbläser sei Dank nicht vor dem durchdachten Design zu verstecken, denn die Soundkulisse ist vielfältig und passend zum jeweiligen Spielgeschehen ausgewählt. Auch die verschiedensten Melodien befinden sich mit den Hintergründen im Einklang und unterstützen das einzigartige Design, manche sogar mit Ohrwurmqualität.