
Bereits seit 1991 begeistert das Maskottchen Sonic von Sega und hat sich im wahrsten Sinne des Wortes mit rasanter Geschwindigkeit in die Videospielerherzen katapultiert. Die letzten Ableger der Sonic Reihe wurden jedoch wegen langsamen Passagen und unpassenden Szenarien von den Testmagazinen harsch kritisiert und Sonic verlor seinen Glanz der bisherigen Jahre.
Nun will Sega zum 20-jährigen Jubiläum vom blauen Igel mit Sonic Generations alles besser machen und Sonic wieder dort positionieren, wo er hingehört: An die Spitze der Videospielcharts. Auch für den 3DS gibt es einen Ableger, doch ob Sonic sein Debüt auf dem Handheld gelungen ist, erfährt ihr hier bei uns.
Schnell, schneller, Sonic!
Wir kennen Sonic immer als aufgedrehten, kleinen Spielgefährten, der unser Leben um einiges rasanter gestaltet. Ursprünglich wurde Sonic als Werbefigur für den damaligen Sega Mega Drive kreiert, um dessen Geschwindigkeit zu demonstrieren. Doch schnell mauserte sich der blaue Igel zu einer Videospielikone.
Auch im 3DS-Ableger muss unser Held wieder sehr schnell sein, um die Bösen zur Strecke zu bringen. Die Welt in Sonic Generations wird ins Chaos gestürzt und eine mysteriöse Macht lässt sogenannte Zeitlöcher entstehen, die seine Freunde und ihn in die Vergangenheit versetzen. Dort begegnet er bekannten Gesichtern und einer jüngeren Ausgabe seiner selbst, mit welchem es gilt, die Verantwortlichen für diesen Zeitsprung ausfindig zu machen und sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Dabei zischt Sonic durch viele in Akte unterteilte Level. Diese jeweiligen Akte sind abwechslungsreich gestaltet und jeder bietet ein anderes Setting. Man hat zudem die Möglichkeit, mit dem j&uu
ml;ngeren Classic Sonic oder doch dem etwas reiferen und älteren Modern Sonic zu spielen. Die Level, die für den klassischen Kollegen entworfen wurden, sind ein wenig langsamer gestaltet und bieten dadurch mehr Hüpfpassagen und ein Jump’n Run Feeling, welches wir schon von Mario Titeln kennen. Hier kommt es also auch sehr auf die Geschicklichkeit des Spielers an, um den jungen Igel durch die Landschaften zu manövrieren.
Neben diesen Jump’n Run-lastigen Passagen gibt es auch noch die sehr schnellen und flotten Level, die wir mit Sonic assoziieren. In diesen flitzt der sogenannte Modern Sonic durch die auf Schnelligkeit ausgelegte Umgebung und wird von diversen Boosts und Sprungelementen an den Rand des Möglichen getrieben.
Beide Arten machen wirklich sehr viel Spaß und bieten Abwechslung pur. Auch der Schwierigkeitsgrad ist angemessen und bringt einen dazu, hier und da auch den ein oder anderen Akt mehrmals probieren zu müssen. Langsame Passagen, die bei Classic Sonic zur Tagesordnung gehören und die wir auch erwarten, finden sich leider oftmals bei Modern Sonic, in welchen man eigentlich nur durch die Level ohne Rücksicht auf Verluste heizen will. Das nimmt ein wenig den „Speed“ aus dem Spiel und birgt an manchen Stellen Frustmomente, die aber schnell verflogen sind, sobald man wieder die Schallmauer durchbrechen darf.
Hat man beide Passagen in diesem Akt erfolgreich bestanden, steht noch die sogenannte Emerald Herausforderung an, in welcher man einen Edelstein in einer Röhre in einem gewissen Zeitraum einfangen muss. Durch die Schnelligkeit und dem damit verbundenen Adrenalinschub, bringt dieser Modus Abwechslung in das Gameplay ein und lockert das Spiel in seinen doch linear aufgebauten Handlungsstrang auf.