
Ein neues FIFA auf einer Nintendo Konsole? Kann das was werden? Man muss ehrlich sein: In letzter Zeit hat hier vor allem EA eher enttäuscht. Schon „FIFA 12“ bot kaum inhaltliche Neuerungen zu „FIFA 11“ und die beinah idente „FIFA 12“ Kopie, die EA als „FIFA 13“ verkaufte, könnte man als dreist bezeichnen. Doch wir befinden uns am Beginn einer neuen Konsolen-Generation und man sollte die Vergangenheit ruhen lassen. Wenn ihr wissen wollt ob EA diesmal den Nintendo-Veteranen ein gutes Fußball-Spiel präsentiert, bleibt am Ball und lest unser Review zur Wii U Version von „FIFA 13“.
22 Mann. 2 Tore. 1 Ball.
Wenn es auch wenige Fans zugeben würden, viele Fußball-Fanatiker im realen Leben ähneln ein bisschen Menschen einer Comic-Convention: Personen unterschiedlichster Herkunft verkleiden und bemalen sich um ihre Idole zu ehren und betreiben einen regelrechten Kult um ihre Lieblingshelden. Doch worauf ich eigentlich hin will: Ist man im echten Leben beim Profi-Sport meist nur zum Zuschauen verdammt, kann man bei Videospielen selbst zum Fußball-Star oder Profi-Manager werden. Auf der Wii bekam man hier meist abgespeckte Versionen mit weniger Funktionen als die PS3- oder Xbox360-Fassungen, und war hier mit dem verständlichen Argument konfrontiert, dass die Wii im Gegensatz zu den anderen Konsolen weniger Leistung und Power besitzt. Dies sollte nun eigentlich anderes sein.
Trotzdem kein vollständiges Paket
Die Wii U-Version bietet einige Neuerungen und Funktionen, die Nintendo-Jünger bisher nicht kannten. Die Player Impact Engine ermöglicht so im Spiel eine bessere Physik und auch Precision Dribbling ist nun mit von der Partie. Natürlich bekommt man wieder das umfangreiche Lizenzpaket, das man von der FIFA-Serie gewohnt ist. Zusätzlich besitzt die Wii U-Version exklusive Steuerungs-Möglichkeiten wie das Zielen auf Tore mittels Touchscreen oder als Manager strategische Ent
scheidungen direkt am GamePad treffen zu können. Dies klingt alles sehr gut, jedoch hat EA an einigen anderen Funktionen gespart und erneut muss man deshalb wie schon in der jüngsten Vergangenheit Abstriche machen: „FIFA 13“ verzichtet auf aktuelle Besonderheiten wie First Touch Ball Control, das eine erfolgreiche Ballannahme durch realistischerer Ballbehandlung erschwert, Attacking Intelligence bzw. Tactical Defending, die die künstliche Intelligenz (KI) verbessern und auch auf Complete Dribbling, das in der Offensive kreative Angriffe durch eine präzisere Ballführung ermöglicht. Ebenso haben es nicht alle Modi in die Wii U-Fassung von „FIFA 13“ geschafft: So gibt es nicht den beliebten FIFA Ultimate Team Modus, keine Statistiken mittels EA SPORTS Football Club, kein Match Day Feature, welches die Werte der Spieler wöchentlich aktualisierte, keine Online-Herausforderungen und ebenso keine Virtuelle Bundesliga. Zumindest das Fehlen von Ultimate Team kann man damit erklären, dass es derzeit noch nicht möglich ist Zusatzkäufe im Spiel zu tätigen und somit EA keine Schuld trifft. Beim Rest darf man vermuten, dass das Fehlen der Funktionen nicht an der Hardware liegt, sondern daran dass die Zeit fehlte sich an die neue Nintendo-Konsole zu gewöhnen. Trotzdem ist es natürlich sehr schade, dass EA einige Features hier nicht einbauen konnte. Insgeheim hat man sich gewünscht, dass man als Wii U-Besitzer auf nichts oder zumindest nur auf wenig verzichten muss.
Steuerungs-Vielfalt
In der Wii U-Version hat man einige Möglichkeiten eure Fußball-Helden zu steuern: Natürlich könnt ihr auf euer GamePad zurückgreifen, aber auch der Wii U Pro Controller funktioniert mit „FIFA 13“ ohne Probleme. Wer noch Wii Remotes zusammen mit Nunchucks oder Wii Classic (Pro) Controller zur Verfügung hat, kann diese ebenso nutzen um auf dem Rasen die Fetzen fliegen zu lassen.