
Die Film-Trilogie um den dunklen Ritter hat dieses Jahr ein Ende gefunden. Auch die äußerst populäre Spiele-Reihe von "Rocksteady" wird vorerst nicht weitergeführt. Ruhestand kommt für die Fledermaus dennoch nicht in Frage. Batman flattert dank der Wii U nämlich weiterhin über die heimischen Bildschirme. Schließlich kommen Wii U-Besitzer endlich in den Genuss von "Batman: Arkham City", dem Nachfolger vom Meilenstein "Batman: Arkham Asylum". Beide Titel haben Traumwertungen abgeräumt und es sei eines gleich verraten: Die Wii U-Fassung namens "Batman: Arkham City – Armoured Edition" wird dies ebenfalls tun!
Eine Stadt für Verbrecher
"Batman: Arkham City – Armoured Edition" setzt an die Story des Erstlings, der Nintendo-Jüngern unglücklicherweise weiterhin vorenthalten bleibt, an. Das Arkham-Gefängnis ist zum Großteil zerstört; als Ersatz soll ein ganzer Teil der Stadt Gotham abgeriegelt werden und auf diese Weise als Gefängnis dienen. Dort kämpfen diverse Schurken wie der Joker und Two-Face um die Vorherrschaft. Bruce Wayne, der nachts als Batman Verbrecher jagt, vermutet außerdem, dass der ominöse Gefängnisleiter etwas im Schilde führt. Batman geht den Vorkommnissen in Arkham daher auf den Grund.
Das Spiel gleicht dem Original auf der Xbox 360 und auf der Playstation 3 eigentlich fast auf das Haar. Als Batman könnt ihr die komplette Stadt auf eigene Faust erkunden. Da Arkham City eigentlich nur ein abgeriegelter Stadtteil für Verbrecher ist, sind die Straßen dementsprechend leer und auch relativ heruntergekommen. Die Atmosphäre in den Gassen von Arkham ist richtig dreckig und düster und kommt großartig zur Geltung. Die völlig verrückten Bösewicht
e, die aus den Filmen und aus den Comics bekannt sind, wirken sehr authentisch, genauso wie der dunkle Ritter selbst glaubwürdig rüberkommt. Die Story ist aufgrund der interessanten Charaktere richtig spannend und motiviert zum Weiterspielen.
Schwing die Fäuste
Der Alltag von unserem Helden hat viele Facetten. Einen Großteil davon nehmen natürlich die zahlreichen Kämpfe gegen die bösen Insassen von Arkham City ein. Das Kampfsystem fühlt sich klasse an und ist schnell erlernt: Neben einer Taste für den Angriff gibt es unter anderem die Möglichkeit zum Konter bei gegnerischer Attacke (ein Zeichen über dem Kopf des Gegners verrät dessen Absicht anzugreifen). Mit dem Umhang des Batsuits lassen sich die Fieslinge sogar betäuben und auf Knopfdruck kann man gewaltvollen Attacken ausweichen. Diverse nützliche Spezialattacken lassen sich außerdem mit Tastenkombinationen ausführen. Zum Beispiel gibt es einen Angriff, mit dem ihr Gegner schnell und einfach entwaffnen könnt. Mit der Zeit füllt sich außerdem die sogenannte BAT-Anzeige. Ist sie voll, aktiviert ihr den BAT-Modus um für ein paar Sekunden doppelt so viel Schaden auszuteilen. Das Arsenal an Moves von Batman ist wirklich riesig, was anfangs vielleicht ein kleines bisschen überfordert, dann jedoch schnell verinnerlicht wird. Trotzdem, es ist nicht immer ratsam, den direkten Kampf aufzusuchen. Vor allem wenn die Feinde mit Schusswaffen ausgerüstet sind, empfiehlt sich eine stille Vorgehensweise. Schleicht ihr euch an einen Gegner an, könnt ihr diesen auf Knopfdruck geräuschlos ausschalten. Dessen Kameraden sind allerdings alles andere als dumm und werden es bemerken, wenn euer Opfer bewusstlos am Boden liegt und fortan aufmerksam nach euch suchen. Durch die schlaue KI kommt sogar eine strategische Komponente in das Spiel.