Blickt man bis ins Jahr 2009, so kann die Tanzspiel-Serie bereits auf mehrere verschiedene Versionen zurückblicken. Fing alles mit "Just Dance" 1 und 2 auf der Wii an, erkannte Ubisoft schnell das Potenzial und veröffentlichte, dank nun vorhandener Bewegungssteuerung, die Serie ebenfalls auf der PS3 und Xbox 360. Allerdings hat "Just Dance" auch prominente Spiele-Ableger wie Michael Jackson oder Black Eyed Peas, die in Form der Bezeichnung „The Experience“ auf den Markt gekommen sind und der Fokus auf den bereits genannten Musikern liegt. Ansonsten präsentieren die letzten drei Versionen der Hauptreihe immer eine Fülle an neuen, poppigen und zum Teil außergewöhnlichen Titeln, die sich auch durch einen integrierten Song-Shop erweitern lassen. Auch der vierte Ableger der "Just Dance"-Reihe, der diesen Herbst erschienen ist, bietet eine riesige Auswahl an Melodien, bei der wirklich für jeden etwas dabei sein sollte. Ob "Just Dance 4" sich weiterentwickelt hat oder seinem Stil treu geblieben ist, lest ihr in den folgenden Zeilen.
"Just Dance" hat eine Evolution hinter sich: Zwar besitzt es immer noch dasselbe Spielprinzip, kann allerdings mit neuen Songs und Tanzmoves aufwarten. 44 neue Songs hat das Spiel im Repertoire, die sich vom Teenie-Idol Justin Bieber, zur Newcomerin Carly Rae Jepsen bis hin zum etablierten Partytiger Flo Rida erstrecken. Sucht man nach Alternative oder Heavy Metal, dann ist man hier eindeutig falsch. Dennoch ist die Mischung der Titel gut gelungen, da hier natürlich auf Songs zurückgegriffen werden muss, die sich auch über den Körper gut ausdrücken können. Was manchmal nicht so einfach ist.
Jedes Lied wurde vorab von Ubisoft einem Schwierigkeitsgrad zugeordnet, der in drei Stufen eingeteilt ist. Von leicht, mittel bis hin zu schwer kann der tanzwütige Spieler alles ausprobieren, was er glaubt zu können. Das variiert von Song zu Song, man sollte also zuerst die leichteren Lieder als Einstimmung auf "Just Dance" ausprobieren, um Übung für die schwereren Kaliber zu bekommen. Als Hilfestellung werden unten rechts die Bewegungen eingeblendet, die als nächstes auszuführen sind. Damit die Moves des Spielers erkannt werden, setzt Ubisoft auf die bewährte „Ein-Wii-Remote“-Taktik. Professionelle Tänzer machen die Bewegungen vor, die der Spieler parallel ausführen muss. Bei der Wii-Version wird nur eine Fernbedienung genutzt. Alle anderen Gliedmaßen werden daher nicht erkannt, was leider der begrenzten Erkennungsmöglichkeiten der Wii zuzuschreiben ist.
Um die Motivation während der Songs aufrecht zu erhalten, kann man im Sterne-Barometer bis zu 10.000 Punkte erreichen, was umgerechnet 5 Sternen entspricht. Nach jedem Lied füllt sich ein virtuelles Punktekonto. Mit jedem neuen Level lassen sich auf diese Weise neue Modi bzw. Mashups freischalten, die für längeren Spielspaß sorgen.