Die "Dynasty Warriors"- und "Samurai Warriors"-Serien haben in den vergangenen Jahren – insbesondere in Japan – eine große Fangemeinde erlangt. "Koei", Publisher beider Spiele-Reihen, hat sich schließlich dazu entschieden, eine dritte Reihe auf die Beine zu stellen, die ein Crossover von "Dynasty Warriors" und "Samurai Warriors" darstellt. "Warriors Orochi“ – so der Name des Crossovers – erstreckt sich nun ebenfalls bereits auf ganze drei Ableger. Der aktuelle dritte Teil ist zum Launch der Wii U als spezielle "Hyper"-Edition erschienen. Ob das ursprüngliche Xbox 360- und Playstation 3-Game auch ordentlich umgesetzt wurde?
Von Dämonen und Zeitreisen
Die Ereignisse von "Warriors Orochi 3 Hyper" spielen sich mehrere Jahre nach dem zweiten Teil ab. Der Drache Orochi wurde damals im zweiten Ableger besiegt und die Kämpfer aus der Zeit der Drei Reiche von China erbauen ihre Städte nach den verwüstenden Schlachten wieder. Der Friede währt jedoch nicht lange, denn eine achtköpfige Schlange, die auf den Namen Hydra hört, taucht aus dem Nichts auf und reißt zahlreiche Krieger in den Tod. Als alles verloren scheint und nur noch drei Offiziere übrig sind, taucht die Mondprinzessin Kaguya auf und erlaubt den Offizieren deren gefallenen Kameraden zu retten, indem sie in die Vergangenheit reisen und den Ausgang von den entscheidenden Schlachten ändern! Die Story ist nicht wirklich mitreißend, da man zu den Charakteren einfach keine Bindung aufbauen kann. Das liegt wohl auch daran, dass es schlicht zu viele davon gibt, sodass man sich nicht einmal deren Namen ohne weiteres merken kann! Außerdem sind die Zwischensequenzen nicht besonders aufregend inszeniert. Das meiste der Geschichte wird aber sowieso während den Schlachten in Form von Textgesprächen erzählt – was während der ganzen Action meist etwas untergeht. Zusammengefasst also: Die Geschichte werden wahrscheinlich nur Kenner der Vorgänger wirklich interessant finden.
100, 200, 300 K.O.s…
Im Story-Modus also startet ihr wie erwähnt mit drei spielbaren Charakteren in euren Reihen. Ihr werdet eure Anzahl aber mit jeder gewonnenen Schlacht vergrößern. Insgesamt gibt es ungefähr 130 spielbare Charaktere, die alle aufgelevelt und mit Waffen und Rüstungen ausgestattet werden können! Trotzdem könnt ihr in eine Schlacht immer nur je drei Offiziere mitnehmen. In den Kämpfen könnt ihr jederzeit auf Knopfdruck zwischen den drei Kriegern eurer Wahl wechseln. Während ihr die Massen an Feinden – euer K.O.-Counter wird nicht selten die 1000er-Grenze durchbrechen – bekämpft, ist das Wechseln zwischen den Offizieren auch ein wichtiges Element. Wechselt ihr zum richtigen Zeitpunkt könnt ihr nämlich eure Combo auf diese Weise leicht aufrechterhalten. Je höher die Comboanzeige ist, desto schneller steigt die Punktzahl.
Standardmäßig gibt es einen schnellen Angriff, der ideal ist, um kleine bis mittlere Gegnermassen zu erledigen. Ein Spezialangriff, der je nach Charakter variiert, eignet sich häufig gut gegen die gegnerischen, mächtigen Offiziere. Eine weitere Spezialattacke dient oft als Befreiungsschlag und schließlich gibt es da noch die starke Musou-Attacke. Sie verbraucht eure Musou-Anzeige, die ihr wiederum für gewöhnlich durch das Besiegen von Gegnern auffüllt. Klingt alles kompliziert? Das ist es am Anfang auch. Wer nicht bereit ist, sich ein wenig einzuspielen und sich einen Überblick zu verschaffen und nur gelegentlich mal drauf los schnetzelt, wird den vollen Spielspaß sicherlich nicht haben.
Im Prinzip geht es in den Schlachten meist einfach nur darum, bestimmte feindlich gesinnte Offiziere zu töten oder jemanden aus den eigenen Reihen zu beschützen. Die Map zeigt euch stets wo sich jene Offiziere und ihre Armeen momentan befinden. Besiegt man Offiziere, wird man mit Extra-Erfahrungspunkten, Gegenständen oder kurzen Boosts wie doppelter Angriffsschaden belohnt. Eine weitere Möglichkeit, um an neue Waffen zu gelangen, ist der Waffenhändler in dem Lager, in das man nach jeder Schlacht zurückkehrt. Dort kann man nicht nur neue Waffen kaufen, sondern auch zwei Waffen kombinieren, um noch mächtigere Gegenstände zu erzeugen! Die Möglichkeiten scheinen schier unendlich zu sein.