Langsam aber sicher wird es still um die kleine weiße Kiste, die jahrelang unser Wohnzimmer behaust hat und mit uns durch Freud und Leid gegangen ist. Der leise Hauch des Todes und des Vergessens legt sich über die Wii, während sie Stück für Stück im Schatten ihres Nachfolgers untergeht. Ganz aber ist es noch nicht so weit, immer noch kümmern sich Entwickler um den Support der alten Dame. so auch Konami. Mit Pro Evolution Soccer 2013 erscheint das wohl letzte Fußball-Spiel für die Wii - und wir haben es unter die Lupe genommen. Viel Spaß beim Test.
Altbekannt in neuem Gewand
Was haben wir alle gemeckert, als sich herausstellte, dass FIFA 13 auf der Wii nichts anderes war als FIFA 12 mit einem Kader-Update. Was EA kann, können wir schon lange, dachte sich Konami und serviert Anhängern der einzigen echten FIFA-Alternative ebenso einen Klon des Vorjahres-Titels. Somit schon zu Beginn der Hinweis: Wer PES 12 hat, braucht kein PES 13. Aber für alle anderen sehen wir uns das Paket mal an.
Die Steuerung
Mit PES 2008 führte Konami die Spielmacher-Steuerung ein (an der sich bis heute nicht viel geändert hat) und schaffte damit eine interessante Alternative zum klassischen Controller-Fußball. Sie erlaubt euch, mit der Wiimote als Zeiger die Spieler auf dem Bildschirm zu dirigieren, wie es euch beliebt. Das ermöglicht, sofern man es beherrscht, eine ungeahnte Fülle an taktischen Möglichkeiten. Lasst den Mittelfeldspieler nach vorne preschen, gleichzeitig den Linksaußen sich freilaufen und währenddessen den Torwart im Kreis rennen, oder so ähnlich. Für all diese Raffinessen aber hat sich Konami das verdiente Lob bereits abgeholt. So bleibt nur festzuhalten, dass auch an der Steuerung wenig bis nichts getan wurde und man sich auf den Lorbeeren der letzten Jahre ausruht. Wem diese Art der Spielkontrolle nicht liegt, dem steht es übrigens auch offen, mit quer gehaltener Wiimote oder Classic Controller eine konventionelle Steuerungsart zu wählen. Warum diese nicht mit der Methode Wiimote+Nunchuk funktioniert, bleibt ein Rätsel.