
Wer hätte das gedacht? Nintendo bekommt Unterstützung durch Beat ‘em Ups von 3rd-Parties und noch dazu mit solch beliebten Serien, welche man zuvor hauptsächlich bei der Konkurrenz angetroffen hat. Zum einen rede ich von „Street Fighter IV 3D“, zum anderen von „Dead or Alive: Dimensions“ welches das erste Spiel der Reihe auf einem Nintendo-System darstellt. Während „Street Fighter“ sich dem Kampf in 2D widmet, darf in „Dead or Alive“ sogar in einer dreidimensionalen Umgebung gekloppt werden, was das Zeug hält. Wie das Prügel-Spiel in 3D zur Geltung kommt? Erfahrt es in diesem Testbericht!
„Willkommen zum D.O.A.-Turnier!“
„Dead or Alive“ teilt natürlich sehr viel mit seinen Genre-Kollegen, hat aber ein eigenes Kampfsystem. Im Grunde reichen vier Knöpfe und ein Steuerkreuz aus. Ein Button ist für Schläge zuständig, ein anderer für Tritte. Kombiniert man diese zwei Angriffe noch mit bestimmten Richtungen, kommen wie von selbst toll anzusehende Kombinationen zustande. Würfe nehmen einen dritten ein und Griffe (Konter) den vierten Knopf ein. Dadurch entsteht ein Dreiecks-System: Tritte, sowie Schläge sind Würfen überlegen, können aber mit Griffen gekontert werden. Dafür triumphieren Würfe über Griffe.
Jede Attacke kann durch dieses schlaue System gekontert werden, solange man die nötigen Reflexe hat. Zwar ist das Spiel an sich schon einsteigerfreundlich, doch wer absolut keinen Schimmer hat, bedient sich des Touchscreens, auf dem alle Kombination angezeigt werden und durch eine simple Berührung aktiviert werden können. Das heißt allerdings nicht, dass das Spiel Veteranen langweilen wird. Es können reichlich schwierig zu erlernende Bewegungsabläufe gelernt werden und das Kontersystem lädt ebenso ein seine Reflexe und Fähigkeiten zu fördern, bis man die Moves des Konkurrenten lesen kann.
Ist man Anfänger, sollte man den Trainings-Modus besuchen, bei dem man sich nach Lust und Laune am Gegner auslassen kann, oder geht gleich zum Chronik-Modus über. Im Chronik-Modus wird die Geschichte der bisherigen DoA-Spiele durch Videosequenzen, Standbilder-Sequenzen und Kämpfe, die man selber bestreiten muss, erklärt. Nach und nach wird einem die Steuerung näher gebracht, sodass man einen einfachen Zugang hat. Nach 2-3 Stunden im Einzelspieler und vielen freigeschalteten Charakteren sollte man sich die anderen Modi ansehen, welche im Grunde aus Survival, Time-Attack und Partnermissionen bestehen. Letzteres, besser bekannt als Tag-Team ist ein wichtiger Teil der Serie wurde aber in diesem stark reduziert.
Früher konnte man sowohl im Freien Spiel- als auch im VS-Modus im Tag-Team antreten. Sprich, jeder Spieler hat zwei Charaktere zwischen denen er im Kampf durch Tastendruck (fast) jederzeit wechseln kann, wodurch noch mehr längere Kombo-Attacken entstehen können. In Dimensions kann man nur noch gemeinsam mit einem Mitspieler (Mensch oder COM) gegen Computergegner antreten. Von diesen Partnermissionen gibt es allerdings nur 20 Stück, wodurch ein wesentlicher Teil der DoA-Reihe verloren geht.
Wer niemand in der näheren Umgebung hat, mit dem er Lokal spielen kann, hat die Möglichkeit online Kämpfe auszufechten. Es können Freunde hinzugefügt werden und es darf regional oder global nach einem zufälligen Rivalen gesucht werden. Viele Optionen bieten sich leider nicht, kann man sich lediglich zwischen 2 oder 3 Runden entscheiden und ob es Partnermissionen oder doch ein Zweikampf sein soll. Man kann weder Lobbys erstellen noch gibt es ein Leaderboard obwohl man für jeden Sieg Punkte erhält und einen Rank angezeigt bekommt – ergibt das Sinn? Ruckler können ab und zu auftreten. In den meisten Fällen liegt es an der großen Distanz wenn man mit einem Spieler auf der anderen Seite des Globus kämpft. Daher am besten immer Regional auswählen.