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    Spiel

    The Legend of Zelda: Skyward Sword

    Review - Seite 1:

    Nach fünf Jahren Wartezeit ist es da. Das neue “The Legend of Zelda”-Abenteuer für eine stationäre Nintendo-Konsole, getauft “Skyward Sword”, ist fertiggestellt und wird bereits von tausenden Spielern intensiv gezockt. Es gab viele Versprechungen, noch mehr Gerüchte und vor allem große Erwartungen rund um diesen Titel, der in keinem Fall an einem Nintendo-Fan vorbei gehen sollte und im Spielejournalismus wieder und wieder als das beste Nintendo-Spiel des Jahres im Gespräch ist. Wie sich das Spiel in unserem intensiven Test geschlagen hat und wie es im Vergleich zu seinen glorreichen Vorgängern abschneidet, erfahrt ihr nun.

    Legendär

    Zelda hat seit inzwischen 25 Jahren einen stetig wachsenden Fankreis und revolutionierte mit Ocarina of Time das Zocken in der dritten Dimension mit Innovationen wie dem Anvisieren von Feinden per Kopfdruck. Die nachfolgenden Zelda-Titel “Majoras Mask”, “The Wind Waker” und “Twilight Princess” gelten zwar nicht als so große Meilensteine wie der für Nintendo 3DS neuaufgelegte Ableger, stellen aber alle exzellente Spielerfahrungen und trotz traditionsbewusstem Game-Design auch immer wieder ein frisches Spielerlebnis dar. “Skyward Sword” übernimmt nun die Verantwortung, diese Serie fortzusetzen und wagt sogar ein bisschen mehr als gewohnt.

    Die Story ist, wie für Zelda üblich, sehr simpel und lässt sich mit „Rette Zelda!“ fast umfassend beschreiben. Jedoch, auch typisch für Zelda, besteht der Reiz nicht im erzählerischen Inhalt, sondern darin, wie die Story erzählt wird: Nämlich sehr emotional, feinfühlig und mitreißend. Das ist der Punkt, bei dem sich jeder Spieler direkt heimisch fühlen wird: Wenn er die schrulligen Charaktere und ausgeklügelten, erneut einwandfrei übersetzten Dialoge erlebt, die einen in diesem Medium viel zu selten gesehenen Charme versprühen. Diesmal beginnt ihr das Abenteuer, wie gewohnt als Link, in einer Stadt im Himmel, von der aus ihr nach und nach das Erdland unter euch erkundet und fordernde Dungeons bereist, um eure Jugendfreundin Zelda zu retten und die Pläne des Bösen zu vereiteln. Die Story kommt nur sehr schleppend voran und eure Weggefährtin Phai, ein Geist, der eurem Schwert innewohnt, ist sehr viel uninteressanter gezeichnet als Midna in Twilight Princess, zu der es wesentlich leichter war einen emotionalen Bezug zu finden. Man sollte von der Story also nicht zu viel erwarten, umso mehr aber vom Gameplay.

    Der Look

    Doch zunächst zu den Äußerlichkeiten.
    “Wind Waker” war mit seinem perfekt stimmigen Cartoon-Look das wohl charismatischste Zelda-Spiel bisher, “Twilight Princess” war der düsterste und erwachsenste Titel. Obwohl der Look von “Skyward Sword” oftmals als eine Mischung aus diesen beiden bezeichnet wird, sollte man ihn als vollkommen eigenständig betrachten. Die an Gemälde erinnernden Landschaften zaubern zusammen mit den sehr lebendigen Animationen, insbesondere der Mimik der Figuren, eines der schönsten, vielleicht sogar das schönste Nintendo-Spiel bisher, auf die inzwischen fünf Jahre alte Wii-Konsole. Es sieht nicht nur gut aus und läuft flüssig, alle Grafiken wirken wie aus einem Guss, sind in sich stimmig und wissen in vielen Momenten des Abenteuers aufs Neue zu beeindrucken. Lediglich einige Texturen könnten etwas schärfer sein, fallen aber kaum störend auf.
    Allgemein wird in “Skyward Sword” nicht so eine starke Atmosphäre aufgebaut wie in “Twilight Princess”, zu verschmerzen ist dies aber durch die perfekte Gestaltung der Landschaften auf Gameplay-Ebene. Hier passt alles zusammen.